Blog Seite 6

Sex Toys

© volkovslava | Bigstockphoto.com

Jeder tut es, kaum jemand gibt es zu. Beim Thema „Selbstbefriedigung“ tun wir, als würde uns das gar nichts angehen. Und doch, es geht uns etwas an, denn Selbstbefriedigung ist so alt wie die Menschheit selbst. Und wer denkt, Dildos und Co. seien eine Erfindungen der modernen Zivilisation, irrt sich gewaltig.

Denn die ersten künstlichen Glieder gab es bereits in der Steinzeit vor rund 28.000 Jahren. Den Untersuchungen der Universität Tübingen zufolge ist der erste gefundene Dildo der Mensch-heit ein länglicher, geschliffener und verzierter Siltstein, ein feinkörniges Sedimentgestein. Er weist immerhin eine stolze Länge von 19 Zentimetern auf, ist 2,8 Zentimeter dick und wiegt beachtliche 287 Gramm.

In der griechischen Antike und bei den ägyptischen Pharaonen waren Dildos in Gebrauch, die Damen in Ägypten verwendeten etwa Papyrusrollen, die vorher noch mit Ameisen befüllt wurden. Eine prickelnde Angelegenheit also.

Im Mittelalter hingegen war alles, was nicht der reinen Fortpflanzung diente, im besten Fall verpönt, im schlimmsten Fall sogar verboten. Erst 1783 fand man im Haus der Madame Gourdan, die ein Bordell in Paris führte, eindeutige Hinweise auf einen florierenden Dildo-Versand. Die Kunstpenisse wurden „consolateur“ genannt, das französische Wort für „Tröster“.

EIN GUT GEHÜTETES GEHEIMNIS

Der klassische Dildo ist beinahe in jedem weiblichen Haushalt daheim, auch in solchen, in denen man es augenscheinlich nicht erwarten würde, wie Ursula (70) erzählt: „Meine Schwiegermutter ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Als wir den Nachlass geregelt hatten, machten wir uns daran, das Haus zu räumen. Und dabei kam eine hübsche Sammlung an Dildos und Vibratoren zu Tage. Wer hätte das gedacht? Die ganze Verwandtschaft fragte sich verwundert, was die Omi damit wohl angestellt hat. Ich meine, blöde Frage, oder?” Im nächsten Atemzug beantwortet Ursula bereits die noch nicht gestellte Frage nach eigenen Erfahrungen: „Ich? Nein, ich brauche sowas nicht!“ Und doch, selbst wir haben als Kinder in Mamas Kleiderschrank ein verdächtig eindeutiges vibrierendes Etwas in damals hochmodernem Phosphorgrün gefunden. Aber, wenn sie denn keiner braucht und hat, wieso finden sich immer wieder welche in unseren Betten oder sonst wo?

LUSTSTEIGERUNG MIT SPIELZEUG

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, was Art und Beschaffenheit des bevorzugten Sex-Spielzeugs betrifft, im Internet wird gefunden, was bisher noch nicht mal gesucht wurde. Ob bunt und schrill oder bedrohlich düster, es gibt nichts, was es nicht gibt. Ein Streifzug durch das Angebot – für jung und alt. Ein Plädoyer für die Liebe zu sich selbst und die Liebe zum Partner, inklusive Entdeckungsreisen zu den eigenen Bedürfnissen und den Angeboten am schrillen Markt des Sex-Spielzeugs. Angefangen von Dessous über diverse Kostüme, ob Krankenschwester oder Polizist mit Handschellen, lebensgroßen Silikonpuppen, die sogar maßgefertigt werden, über Vibratoren, Taschen-Vaginas bis hin zu Fetisch-Utensilien wie Latexanzüge, Mundknebel oder Peitschen. Ganz gemäß dem Motto „Jedem Tierchen sein Pläsierchen.“

„DISCO-DILDO“ UND BADEENTCHEN

Den klassischen Vibrator gibt es mittlerweile für jede Vorliebe, ob ergonomisch so gebogen, dass er den G-Punkt erreicht (G-Punkt Vibrator) oder sogenannte Rabbit-Vibratoren, die die Klitoris gleich mit stimulieren und so grenzenloses Vergnügen versprechen. Relativ neu sind Auflegevibratoren wie der „Womanizer Pro“, sie sollen die berührungslose Stimulation der Klitoris ermöglichen und Lichteffekte im Dunkeln bieten, „Disco-Dildos“ sozusagen. Dildos müssen auch nicht immer aussehen wie das Ebenbild seiner Kronjuwelen, das beweisen die vielen Modelle, die wie Lippenstifte oder USB-Sticks aussehen, ja sogar das Badeentchen musste herhalten im Wettbewerb um den originellsten Style. Dabei wird aber immer mehr auf Nachhaltigkeit Wert gelegt – und das in jeglicher Hinsicht. Nachhaltig soll nicht nur das Vergnügen mit dem neuen besten Stück sein, sondern auch der Betrieb desselben. Viele Vibratoren lassen sich bereits wieder aufladen, manche sogar mittels USB-Stick – praktisch, wer es im Büro mal brauchen sollte. Wer es noch frecher mag, der bestellt sich Smartphone-kompatible Liebeskugeln, die lassen sich per App steuern, während man vielleicht in einer Besprechung an den Liebsten denkt. Einsamer Sex ist nur das halbe Vergnügen, an die Herren der Schöpfung wurde auch gedacht. Paarvibratoren sollen beiden Partnern gleichermaßen Vergnügen bereiten, sie finden sowohl im Vorspiel, als auch im Akt selbst ihre lustfördernde Bestimmung. Der flache Vibrator, der an einen Schuhlöffel erinnert, bleibt beim Geschlechtsverkehr in der Vagina, die von ihm ausgehenden Vibrationen sollen die Partner in ungeahnte Höhen katapultieren. Selbstverständlich gibt es die Lustbringer auch ferngesteuert und sogar programmierbar auf zuvor eingespeicherte Lieblingsrhythmen, so dass der Ritt gen Orgasmus garantiert von Erfolg gekrönt wird. Im 21. Jahrhundert wird eben nichts dem Zufall überlassen.

EIER FÜR DIE MÄNNER!

Die kopulationsbereiten Herren werden ein wenig enttäuscht sein, da die Auswahl an speziellem Spielzeug für ihre Lust, gelinde gesagt, überschaubar ist. Neben dem klassischen Penisring, der die Standkraft der Herren mit oder ohne Vibration steigern soll, gibt es noch die altbewährten Silikon-Vaginas, meist immerhin originell verpackt. Diese sogenannten Masturbatoren liefern laut Herstellern „ultimativen Genuss der Extra-Klasse und sind wahre Freudenschenker“. Diskreter sind auch bei den Herren Liebeskugeln, die anal eingeführt werden. Der Beglückte spielt mit seinen Kugeln via Smartphone-App und genießt dabei seinen eigenen zuvor eingegebenen Takt. Der neueste Schrei lässt eher an Ostern denn an heiße Liebe denken: Die sogenannten „Tenga Eggs“– Fastfood für das beste Stück! Ein lustiges Gimmick mit Spaßfaktor ist das Ei aber allemal. Die einmalig zu verwendenden Eier aus Elastomer stülpt sich der Mann von heute über den Penis und bewegt das flexible Tenga Egg auf und ab. Tenga Eggs versprechen Abwechslung im Solo-Vergnügen und überraschen mit unterschiedlichen Strukturen im Inneren des Eis. Zu haben in jeder nur erdenklichen Farbe und Innenleben. Männer, ran an die Eier!

FIRSCHER WIND IN DER HOSE

Wer frischen Wind zwischen seine Beine und in sein Sexualleben bekommen will, wird im Internet bestimmt fündig. Und wer weiß, so manch einer ist beim Gustieren erst auf verborgene Leidenschaften gestoßen, im wahrsten Sinn des Wortes. Im besten Fall teilt der Partner die Vorlieben und lässt sich mit Enthusiasmus und Standkraft auf das neue Abenteuer ein. Und selbst wenn nicht, unsere Großmütter wussten auch schon, was ab und zu mal ganz gut tut – alleine, in entspannter Atmosphäre. In diesem Sinne, viel Erfolg beim Experimentieren!

Von BonaDea

Das Abraham Prinzip

© jd-photodesign | stock.adobe.com

Abraham soll 175 Jahre alt geworden sein, das ist biblisch überliefert. „Und er starb – alt und lebenssatt“, steht geschrieben. In seinem Buch „Das Abraham Prinzip“ widmet sich der 75-jährige Zukunftswissenschaftler, Berater für Wirtschaft & Politik und Autor Horst W. Opaschowski der Frage, wie man nach Abrahams Vorbild nicht nur alt, sondern dabei auch glücklich wird.

Okay zugegeben, 175 Jahre alt wird vielleicht niemand von uns werden. Aber dennoch wird unsere Gesellschaft immer älter. Der demografische Wandel spricht eine eindeutige Sprache: Eine Altersrevolution kommt auf uns zu. Die Bevölkerung altert dramatisch. Innerhalb der letzten 100 Jahre hat sich unsere Lebenserwartung von vierzig auf achtzig Jahre verdoppelt. Ein Ende der Entwicklung ist definitiv nicht absehbar. Jedes Jahr nimmt unsere Lebenserwartung um zwei bis drei Monate zu.

Außerdem kommen die „Grauen Giganten“ schreibt Opaschowski und meint damit die neuen „Centenarians“ – alle jene Menschen, die über 100 Jahre alt sind. Gab es im Jahr 1965 nur zirka 225 Hundertjährige in Deutschland, so wird von den heute geborenen Deutschen, in 100 Jahren immer noch die Hälfte am Leben sein.

Aus diesem Grund muss sich die Gesellschaft umstellen, betont Opaschowski. Denn wenn sich die Altersforschung zur „Langlebigkeitsforschung“ wandelt, so wird auch die präzise Definition von „jung“ und „alt“ immer schwieriger. So entwickeln sich nach Opaschowskis Meinung aus dem dritten Lebensalter neue Altersgruppen: Jungsenioren, Senioren und Langlebige.

Die Menschen haben zwar keine Angst vor dem Älterwerden, aber „Lust auf Alter“ oder gar auf „Langlebigkeit“ sieht ebenfalls anders aus. Die große Sorge ist der mögliche Verlust an Lebensqualität in den letzten Lebensjahren. Schon in der Mitte des Lebens machen sich viele Menschen Gedanken über die zweite Lebenshälfte. Die wichtigste Erwartung lautet: endlich Muße. Hier wird sich ein starkes Bedürfnis nach Erholung und Entspannung sichtbar – nach dem offensichtlich immer belastender werdenden Berufsleben. Was sie nachher konkret mit dieser Zeit anfangen wollen, darüber machen sie sich vorher wenig Gedanken. Sie haben nur den Vorsatz, sich zu bemühen, ihr Leben möglichst sinnvoll zu gestalten.

Langlebigkeit ist aber nur gut, wenn auch die Lebensqualität gut ist. Nur wer lange lebenshungrig bleibt, wird sich nach dem Abraham-Prinzip am Ende des Lebens „alt und lebenssatt“ – also zufrieden – von der Bühne des Lebens verabschieden können. Aber wie kann sicherstellen, dass ein langes Leben auch ein gutes Leben wird – materiell und mental, physisch und sozial? Laut Opaschowski ist der Schlüssel für ein gutes, langes Leben, bescheiden in den Ansprüchen, beständig in der Sorge für andere und beschäftigt rund um die Uhr zu sein.

Da wir bereits festgestellt haben, dass jeder Mensch eine gute Chance auf ein langes Leben hat, lohnt es sich in dieses lange Leben in jeder möglichen Weise (geistig, physisch, psychisch, sozial) zu investieren. Denn nur so können wir unsere Lebensqualität bis ins hohe Alter auf gutem Niveau halten. Immerhin bedeutet der demografische Wandel auch, dass das Leben im Alter immer lebenswerter wird.

EINE FRAGE DER EINSTELLUNG
Man sollte das Älterwerden als Herausforderung sehen und seine Zukunftschancen zu nützen wissen. Denn auch wenn das Leben nicht immer traumhaft ist, muss man zumindest immer noch träumen können, sonst verschläft man sein Leben und wird vorzeitig altern. Altersträume wirken wie ein Lebenselixier, denn solange wir uns eine gute Zukunft ausmalen können, ist unser Lebenswille ungebrochen. Eine lebensbejahende Einstellung ist laut Opaschowski ein Garant für Lebensqualität und Zufriedenheit bis ins hohe Alter. Vitalität, Lebenslust und Optimismus halten die Menschen länger gesund. Wer gut zu leben versteht und positiv zum Älterwerden steht, wird angeblich siebeneinhalb Jahre älter als alle jene, die mit Altersängsten leben.

DEN GEIST NICHT AUFGEBEN
Die Generation 65plus macht gut 40 Prozent der Gasthörer an den Universitäten aus. Zusätzlich melden Volkshochschulen, dass rund 700.000 Kurse für Gesundheit, Sprachen und Computer von Senioren belegt werden. Altersweisheit? Nein, danke! Die meisten Menschen wollen lieber jung im Kopf bleiben. Denn das heißt geistig nicht stehen, sondern in Bewegung zu bleiben. Als der spanische Cellist Pablo Casals zum Beispiel einmal gefragt wurde, warum er als 92-Jähriger immer noch täglich Cello übe, antwortete er: „Ich glaube, ich mache Fortschritte.“ Geistige Gesundheit und mentale Fitness werden in Zukunft zu neuen Lern- und Lebenszielen.

WOHLFÜHLEN IN DER EIGENEN HAUT
Gesünder älter werden: Das ist beides zugleich – Wunsch und Wirklichkeit. „Healthy Aging“ bedeutet, dass wir länger beschwerdefrei leben können. Die Gesundheit stellt den wichtigsten Wert im Leben dar und bekommt in Zukunft fast schon Religionscharakter.

Aber Gesundheit bedeutet mehr als körperliche Fitness: Es bedeutet sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen. Daher ist klar: Jeder muss ein Leben lang noch mehr für die eigene Gesundheit tun, um körperlich, seelisch und sozial fit bleiben. Denn nur wer aktiv lebt, kann seine Altersträume auch verwirklichen.

Heute fühlen sich immerhin 82% der 65- bis 69-Jährigen gesund und fit, und selbst bei den über 75-Jährigen sind es noch fast drei Viertel. Die Generation 65+ ist also eindeutig zu jung um alt zu sein. Die Bevölkerung an sich altert zwar, aber sie geht ganz offensichtlich noch lange nicht am Stock, denn die neue Generation der Senioren ist gesünder und fitter als je zuvor.

Somit wird auch anstatt der Krankheitsbekämpfung die Frage der Gesundheitserhaltung immer wichtiger. Gute Lebensgewohnheiten und nicht Medikamente sorgen für Wohlbefinden bis ins hohe Alter.

AUF NUMMER SICHER GEHEN
Auch die finanzielle Absicherung ist wichtig. Dadurch, dass immer weniger Beschäftigte immer mehr Pensionisten zu versorgen haben, stößt der Generationenvertrag an seine Grenzen. Darum wird die private Zukunftsvorsorge immer wichtiger. Auch wird laut Opaschowski der flexible Ruhestand zum Zuge kommen. Gemeint ist damit eine abgestufte Pensionierungszeit mit eigenverantwortlicher Wahlmöglichkeit und flexibler Altersgrenze. Das heißt jeder soll selbst entscheiden können, wann er es sich leisten kann und auch wann er Lust dazu hat, in Pension zu gehen.

BEZIEHUNGSREICHTUM
Wer eine gute Beziehung zu seiner Familie hat, fühlt sich wohlhabender als der, der nur über Eigentum verfügt. Die Sehnsucht nach Stabilität, Sicherheit, Geborgenheit und Zusammengehörigkeit wächst, meint Opaschowski, und somit werden langfristige Bindungen, Ehen, Kinder und Familien wieder in.

Bemerkenswert ist, dass Ehen heutzutage so lange halten wie noch nie zuvor. Auch das ist der höheren Lebenserwartung geschuldet, denn „bis dass der Tod euch scheidet“ bedeutet heute oft weitaus länger als„nur“ 20 oder 30 Jahre.

Auch fällt auf, dass die Generationen näher beieinander wohnen. Etwas jeder Vierte über 50-Jährige wohnt sogar mit mindestens einem der Kinder unter einem Dach. Das Zusammenleben im selben Haus, aber in verschiedenen Haushalten wird immer beliebter.

Da die Familie und das soziale Umfeld ein wichtiger Faktor für ein gutes Leben sind, muss man also stets Engagement und Arbeit in die Pflege von persönlichen Beziehungen und Bindungen stecken. Wer keine eigene Familie hat, setzt auf Freunde und Bekannte und schafft sich so eine Wahlverwandtschaft.

ZUSAMMENHALT MIT ZUKUNFT
Ein weiterer großer Punkt den Opaschowski anspricht, sind die Generationenbeziehungen. Der demografische Wandel und unsichere Krisenzeiten sorgen dafür, dass die Generationen untereinander mehr zusammenhalten. Ältere Menschen kümmern sich vermehrt um Kinder und Enkelkinder und werden im Gegenzug ebenfalls umsorgt. So wird ein Altwerden im Familienverband ermöglicht. In Zukunft wird man vermehrt auf bescheidenere Wohnmöglichkeiten mit sozialer Lebensqualität setzen, als auf komfortables Wohnen in sozialer Isolation.

Außerdem werden Drei- bis Vier-Generationen-Familien immer häufiger. Denn in beinahe jeder Volksschulklasse gibt es Kinder, die „noch“ eine Ur-Großmutter haben. Aufgrund der höheren Lebenserwartung gibt es Großeltern-Eltern-Kind-Enkel-Beziehungen, die 40 oder 50 Jahre halten und sich gegenseitig stützen und helfen.

LEBEN IM ZEITWOHLSTAND
Hart ist für viele Menschen die neugewonnene Freiheit des Ruhestands. Aus der Befreiung des Arbeitszwangs wird die Aufforderung zur Gestaltung des eigenen Lebens und damit sind viele erst einmal überfordert. Zwei Übergangsphasen helfen hier weiter:

Phase 1: Flüchten. Ein oft bewährter Weg um mit der neuen Situation fertig zu werden, ist das Urlaubsspiel. Man stellt sich zu Beginn einfach vor, man wäre auf Urlaub. Ausschlafen, gemütlich frühstücken und Ausflüge oder ähnliche Tagesbeschäftigungen organisieren.

Phase 2: Strukturieren. Der scheinbar grenzenlosen Freiheit wird eine selbstgeschaffene Struktur verliehen, die man vielleicht bereits so ähnlich aus der Vergangenheit kennt und als angenehm empfindet. So wird ein durchgeplanter Tagesablauf erstellt. Diese Abläufe wiederum werden zu festen Ritualen, die dem Leben Stabilität und Sicherheit verleihen. Das Ziel ist ein Leben in Balance zwischen Familienorientierung und Unternehmungslust, Ausgehen und Ausschlafen, Reisen und Zur-Ruhe-Kommen.

SELBSTSTÄNDIGKEIT BIS INS HOHE ALTER
Vor dem Horrorszenario als Pflegefall in einem Heim zu enden, braucht man sich nicht zu fürchten, denn über 90% der 65- bis 79-Jährigen haben gar keinen Pflegebedarf. Selbst die überwiegende Mehrheit der über 90-Jährigen wohnt noch in ihren eigenen vier Wänden und ist mit ihrer Wohnsituation auch durchaus zufrieden. Die Zukunft wird vermehrt generationsübergreifende Wohnkonzepte, Baugemeinschaften und neue Wohngenossenschaften bringen. Bei den neuen Wohnkonzepten geht es auch um Alternativen zum traditionellen Altersheim. So wenig Heime wie möglich fordert Opaschowski und solange Selbstständigkeit wie möglich.

GEMEINSAM STATT EINSAM
Ein großes Problem der Generation 65+ kann die Vereinsamung sein. Mit offensiven Mitteln muss gegen das Gefühl des Alleine-Seins angegangen werden. Offenheit und die Verfolgung und Weiterentwicklung der eigenen Interessen, spielen dabei eine wichtige Rolle. Wer nicht alleine sein will, muss bereit sein, sein Schneckenhaus zu verlassen. Praktisch bedeutet das: Neue Menschen ansprechen, sich ansprechen lassen und längerfristig einen eigenen Freundes- und Bekanntenkreis aufbauen.

GEBRAUCHT WERDEN
Ein Job. Eine Familie. Ein Ehrenamt. Das ist die Sinneinheit für ein langes Leben. Und das heißt konkret: Gefordert sein. Gebraucht werden. Wichtig bleiben. Die Lebensarbeit ist auch nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben nicht vorbei. Man braucht auch weiterhin eine Aufgabe und einen Sinn im Leben. Besonders die Generationen 50+ hat ein extrem großes Engagementpotential und wird in Zukunft die größte Zahl der Ehrenamtlichen im sozialen Bereich ausmachen.

IN BEWEGUNG BLEIBEN
Aktivität stellt eine der wichtigsten Voraussetzungen für Lebenszufriedenheit im Alter dar, wobei Aktivität körperliche Betätigung genauso meint wie soziale Aktivität. Wer ein hohes Alter bei guter Gesundheit erreicht, hat meist auch während seines ganzen Lebens einen aktiven Lebensstil geführt. Statt befürchteter Alterslast heißt es jetzt eher: neues Potential von Interessen und Fähigkeiten entdecken und bloß nicht leiser treten.

WOHLERGEHEN FÜR ALLE
Zu guter Letzt brauchen wir im 21. Jahrhundert neue Maßstäbe für Lebensqualität. Gut leben statt viel haben – das ist die neue Leitlinie des Lebens. Individuelles Wohlergehen und privates Glück in Partnerschaft, Familie und Freundeskreis, eine berufliche Arbeit und genügend Zeit zum Leben und Erleben sorgen für Zufriedenheit. Eine Grundgeborgenheit sozusagen. Wohlfühlen und wissen, dass es einem gut geht. Nicht mehr und nicht weniger. Wer alles haben will und muss, der sollte sich danach fragen, was im Leben wirklich wichtig und wertvoll ist. In Zukunft kann Wohlstand auch bedeuten, weniger Güter zu besitzen und doch besser zu leben. Vor die Wahl gestellt, will man im Einzelfall doch lieber glücklich als reich sein, oder?

Buchbesprechung über das Buch:

„DAS ABRAHAM PRINZIP”
von Horst W. Opaschowski
Gütersloher Verlagshaus
ISBN: 978-3-579-08647-7

Ab ins Paradies!

Sechs Traumziele, die zu schön sind, um wahr zu sein:

SEYCHELLEN

Sonnenuntergänge, die das azurblaue Wasser am Abend in herrliches Rotgold tauchen und eine Landschaft so einzigartig, dass man einst glaubte, hier sei der Garten Eden – ja, wir sprechen eindeutig von den Seychellen.

Auf 115 unvergleichlich schönen Inseln im indischen Ozean vor der Ostküste Afrikas findet man preisgekrönte Strände mit feinem Sand, glasklares Wasser und die berühmten Granitfelsen. Da große Teile der Seychellen unter Naturschutz stehen, kann man hier auch seltene Tier- und Pflanzenarten bewundern.

Die konstant hochsommerlichen Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad machen die Seychellen das ganze Jahr über zum begehrten Ziel vieler Sonnenhungriger. Als sogenannte „Inseln der Liebe“ sind die Seychellen auch bei Hochzeitsreisenden sehr beliebt und bieten eine große Auswahl an romantischen Hotelresorts und idyllischen Bed & Breakfasts, die sich auf das Flitterwochen-Angebot spezialisiert haben.

Welche Reisezeit für Sie am geeignetsten ist, hängt von Ihren Vorlieben ab. Sind Sie zum Beispiel leidenschaftlicher Taucher oder Schnorchler, so eignen sich die Übergangsmonate April und Mai, sowie Oktober bis etwa Mitte Dezember am besten (meist sehr gute Sicht unter Wasser).

Beste Reisezeit: das ganze Jahr

MALEDIVEN

Vor der Südspitze Indiens liegt eine Inselkette mit 26 größeren Atollen und insgesamt fast 1.200 Inseln mit feinen Sandstränden, flachen Korallenriffen und Lagunen – die Malediven.

Die Malediven sind für die einzigartige Schönheit ihrer Unterwasserwelt berühmt. Seit sie als Tauchparadies entdeckt wurden, faszinieren sie vor allem Taucher und Schnorchler. Das unglaublich klare Wasser, in dem man teilweise weiter als 50 Meter sehen kann und die ganzjährig warmen Temperaturen machen die Malediven zu einem Paradies, das man immer wieder aufs Neue erleben möchte.

In vielen Resorts der Malediven gibt es Tauchschulen mit mehrsprachigen Lehrern, die Kurse sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Taucher anbieten. Viele der Hotels sind von wunderschönen „Hausriffen“ umgeben und Schnorchler können direkt vom Strand aus dorthin schwimmen und diese wunderbare Welt entdecken.

Aber nicht nur Unterwassersportler kommen auf den Malediven auf ihre Kosten. Die ruhige Atmosphäre, unvergessliche Sonnenuntergänge und die exzellente Küche laden aber einfach auch nur zum Nichtstun und Erholen ein.

Beste Reisezeit: November – April

BORA BORA

Wenn man bei der Suche nach einem Reiseziel nach einem wahren Paradies Ausschau hält, stößt man unweigerlich auf die „Perle des Pazifik“ Bora Bora. Die bergige Insel, die zur Gruppe der Gesellschaftsinseln in Französisch-Polynesien gehört, wird besonders durch den über 700 Meter hohen erloschenen Vulkan Mount Otemanu geprägt.

Die Trauminsel gilt als einer der exklusivsten und luxuriösesten Urlaubsorte der Welt und wird von vielen Polynesien-Enthusiasten als eines der letzten Inselparadiese dieser Erde angesehen. Noch kann die Vulkaninsel besucht werden, um einen Urlaub der Extraklasse zu erleben. Stück für Stück verschwindet sie jedoch in den Tiefen des Meeres. Weite Teile des Zentralvulkanes sind bereits im Meer versunken. Nur noch Teile des Kraterrandes ragen über den Meeresspiegel.

Die Schönheit der unberührten Natur und die sonnendurchfluteten Palmenstrände machen Bora Bora zum echten Südseeparadies. Die Besonderheit dieses Atolls liegt in den beeindruckenden Luxusanlagen, die sich vor allem auf den umliegenden Motus (kleine mit Palmen bewachsene Koralleninseln, die am Riff zu finden sind) angesiedelt haben, um den Urlaubern einen unvergesslichen Aufenthalt zu bieten.

Beste Reisezeit: Mai – Oktober

BARBADOS

Barbados ist die östlichste Insel der kleinen Antillen und mitten im Atlantik, relativ nahe an den karibischen Inseln, gelegen. Die Trauminsel gehört zum Commonwealth und aus diesem Grund wird hier auch Englisch gesprochen.

Neben den Traumstränden und den berühmten „Chattel Houses“ (bunte, bewegliche Holzhäuser der ehemaligen Plantagenarbeiter), findet man hier eine spannende Geschichte, kulturelle Veranstaltungen und großartiges Kunsthandwerk. Schon alleine die 1628 von den Briten gegrün- dete Hauptstadt Bridgetown ist außerordentlich sehens- und erlebenswert.

Ob Schwimmen an der Westküste, Windsurfen an der Südküste und Wellenreiten an der Ostküste – neben Erholung und Kultur bietet Barbados natürlich auch eine Vielzahl unterschiedlicher Sportmöglichkeiten. Der permanent leichte Wind auf der Insel bietet auch tagsüber die Möglichkeit für herrliche Spaziergänge an den kilometerlangen weißen Stränden.

Regenzeit ist auf Barbados von Mai bis Oktober, ansonsten herrscht hier ein ganzjährig warmes Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 25 Grad.

Beste Reisezeit: Dezember bis Mai

MAURITIUS

Die immergrüne Zuckerinsel mit über 150 Kilometern endloser, weißer Sandstrände, türkis- farbenem Wasser, einsamen Lagunen und hervorragenden Hotels empfängt seine Besucher mit großer Herzlichkeit.

Die Menschen auf Mauritius sind ein einzigartig buntes Völkergemisch asiatischen, indischen, europäischen und afrikanischen Ursprungs. Das spiegelt sich nicht nur in der multikulturellen Küche, sondern auch in den verschiedenen Festlichkeiten wider. So können Besucher auf Mauritius im Oktober bzw. November das hinduistische Lichterfest miterleben. Auf Rodrigues, einer Nachbarinsel, hingegen leben vorwiegend Kreolen, die dem katholischen Glauben angehören und somit feiert man hier, wie bei uns auch, katholische Feste.

Mauritius ist eines der beliebtesten Fernreiseziele und das nicht ohne Grund – die geringe Zeitverschiebung und das angenehme Klima machen die Insel im Indischen Ozean zum Traum für Golfer und zum Paradies für Segler, Wasserskifahrer, Surfer, Taucher und Schnorchler. Das Wetter ist tropisch-warm und trocken von Mai bis November, heiß und mit Regenphasen in den restlichen Monaten.

Beste Reisezeit: Mai bis November

BALI

Bali ist eine zu Indonesien gehörende Insel im Indischen Ozean mit tropisch warmen Durchschnittsklima. Sie verdankt ihre Existenz dem Vulkanismus und besteht zu mehr als der Hälfte aus vulkanischem Bergland. Eine stattliche Höhe von 3031 Metern macht den Vulkan Gunung Agung zum größten Berg Balis.

Bali ist außerdem ist die von Touristen meist besuchte Insel Indonesiens und bietet von hindu- istischen Tempelanlagen, bezaubernden Landschaften, bis zu Kunst und Kultur, alles was man sich im Urlaub nur wünschen kann. Während der Süden mit seinen langen Stränden zahlreiche Touristen anlockt, geht es im Osten der Insel deutlich ruhiger zu, sodass Sie Ihren Bali Urlaub entspannt genießen können. Die Nordküste Balis mit ihren dunklen Stränden ist hingegen bekannt für ihre faszinierenden Schnorchelgebiete.

Für das Surfen, Wellenreiten oder Nachtleben-Begeisterte sind Kuta, Legian und Seminyak bestens geeignet. Doch auch Naturfreunde kommen in Bali auf ihre Kosten. So befindet sich in der Stadt Ubud, im inneren des Landes, der heilige Affenwald und im Osten der Nationalpark Bali Barat.

Beste Reisezeit: Mai bis Oktober

Anti-Aging-Jungle

© Lipik | Bigstockphoto.com

Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Cremen und Seren, auf denen in großen Lettern „ANTI-AGINF“ geschrieben steht? Die Auswahl an Pflegeprodukten ist riesengroß und oft fühlt man sich vor den Kosmetikregalen verloren, denn all diese Cremen mit den wundersamen inhaltsstoffen und eindrucksvollen Namen versprechen jedem möglichen Zeichen des Alters den Kampf anzusagen. Aber was ist der Unterschied? Was steckt hinter all diesen Stoffen? Und welche sind wahrhaftig wirkungsvoll? Wir stellen ihnen die wichtigsten Anti-Aging-Wirkstoffe vor:

COENZYM Q10
Das Coenzym Q10 ist den meisten Menschen als das Anti-Aging Mittel schlechthin bekannt. Doch mittlerweile hat man herausgefunden, dass Q10 weit mehr ist, als das. Jede einzelne Körperzelle benötigt es, damit die Stoffwechselvorgänge reibungslos funktionieren. Chemisch gesehen ist Q10 gar kein Enzym, sondern eher ein Enzymhelfer oder Katalysator, der dafür sorgt, dass bestimmte Enzyme sich richtig entfalten können.

Für das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem ist das Coenzym besonders wichtig und ein Mangel macht sich hier durch verschiedene Symptome schnell bemerkbar. Außerdem kann Q10 auch die Nerven stärken und die Fettverbrennung steigern.
Darüber hinaus hat Q10 auch ausgeprägte antioxidative Eigenschaften und kann schädliche freie Radikale abfangen. Deshalb übernimmt Q10 nicht nur eine wichtige Aufgabe bei der Energieversorgung, sondern auch für die gesamte Zellgesundheit.

Das Coenzym Q10 ist aber nicht nur in Anti-Aging-Produkten enthalten, sondern auch in verschiedenen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Sesamöl, Nüssen, Zwiebeln oder Jungspinat.

Hier sind ein paar Produkte, die Q10 enthalten:
• Q10 Feuchtigkeits-Serum Bio-Gojibeere von alverde
• Q10Plus Anti-Falten Tagespflege von Nivea
• Pura Soft Q10 Anti-Falten-Creme von Annemarie Börlind

HYALURONSÄURE
Bei Hyaluronsäure handelt es sich um einen körpereigenen Stoff, der ein wichtiger Bestandteil des Bindegewebes ist. Sein Geheimnis: Hyaluronsäure saugt Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm. Nur ein Gramm davon kann bis zu sechs Liter Wasser binden!

Die in den neuen Anti-Age-Cremes und Fillern enthaltene Hyaluronsäure geht bis in die Tiefe und füllt dort die Feuchtigkeitsdepots der Haut nachhaltig wieder auf. Sie polstert die Haut auf, stützt kollagene und ellastine Fasern und kann sogar freie Radikale abwehren. Wird so das Bindegewebe der Haut durch die Zufuhr von Hyaluronsäure wieder regeneriert, dann ist eine langfristige Beseitigung von Falten möglich.

Hyaluronsäure ist aber nicht nur in vielen Kosmetika enthalten, es kann auch direkt in die Unterhaut gespritzt werden und entfaltet an diesen Stellen sofort ihre Anti-Falten-Wirkung. Außerdem kann Hyaluronsäure auch in Form von Tabletten eingenommen werden, um so Fältchen von innen aufzupolstern und sanft zu reduzieren.
In der Orthopädie wird Hyaluronsäure außerdem auch bei Knorpelschäden, Gelenkverschleiß und Arthrose eingesetzt.

Hier sind ein paar Produkte, die Hyaluronsäure enthalten:
• Eucerin Hyaluron-Filler Tagespflege
• Hyaluron Ampulle von Dr. Grandel
• Super Multi Corrective Cream von Kiehl‘s

VITAMIN E
Vitamin E, auch als Tocopherol bekannt, ist ein regelrechter Radikalkiller und kann, verpackt in eine Creme, die Haut von außen vor freien Radikalen schützen und damit auch vor vorzeitiger Alterung. Freie Radikale entstehen im normalen Stoffwechsel und zwar um so mehr, je älter wir werden. Untersuchungen haben ergeben, dass man ab 40 verstärkt Radikale im Körper bildet, die sich von da an pro Lebensjahrzehnt kontinuierlich fast verdoppeln. Besonders schädlich ist es, wenn man außerdem raucht, Abgase einatmet, Alkohol trinkt oder aber zu lange in der Sonne liegt. Mit einem Zug an der Zigarette können Sie zum Beispiel bis zu 100 Billionen Radikale inhalieren, die Ihrem Körper den Krieg erklären. Freie Radikale machen gesunde Haut- oder Bindegewebszellen kaputt. Regelmäßige Zufuhr von Vitamin E aber stärkt die Schutzbarriere der Haut gegen schädliche Umwelteinflüsse.

Vitamin E kann aber noch viel mehr: Es ist ein sehr guter Feuchtigkeitsbinder in der Haut und hilft damit, Trockenheitsfältchen auszubügeln. Es wirkt entzündungshemmend und schützt sogar ein wenig vor Sonne. Als eines der ausschließlich von Pflanzen produzierten Vitamine ist Vitamin E vor allem in Pflanzenölen und -fetten enthalten, wie zum Beispiel in Nüssen, Mandeln oder in Olivenöl. Auch Kokosnüsse und unverarbeitete Getreidekörner enthalten das hautstraffende Vitamin.

Hier sind ein paar Produkte, die Vitamin E enthalten:
• Vitamin E Feuchtigkeitscreme von The Body Shop
• Vitamine E All Over Body Cream von Village
• Derma Structure Pure 24h Aqua plus von Hildegard Brauckmann

VITAMIN C
Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, zählt wie Vitamin E ebenfalls zu den Antioxidantien. Außerdem kurbelt es die Kollagenproduktion der Haut an und lässt Wunden schneller heilen. Kollagen bildet das Gerüst der Haut und gibt ihr die nötige Festigkeit und Elastizität. Vitamin C ist für die Herstellung eines stabilen Kollagengerüstes unerlässlich. Wo tiefe Falten in der Haut zu sehen sind, wurde das Kollagengerüst durch zu hohe Belastung beschädigt. Für die Kosmetik bedeutet das: Wird frisches Kollagen im Bindegewebe aufgebaut, sieht die Haut jünger und frischer aus.

Noch einen weiteren Vorteil hat das unter anderem in Zitrusfrüchten, Paprika oder Kirschen enthaltene Vitamin: Es hellt Pigmentflecken auf und kann dementsprechend auch Altersflecken reduzieren.

Hier sind ein paar Produkte, die Vitamin C enthalten:
• Redermic C von La Roche-Posay
• Hautcreme+ von Beyer & Söhne
• Vitamin C Glow Boosting Moisturiser von The Body Shop

RETINOL
Retinol gilt als wahrer Faltenkiller. In Fachkreisen auch als Axerophol oder Vitamin A1 bezeichnet, handelt es sich hierbei um die reine und bekannteste Form von Vitamin A. Als wichtiges Vitamin beugt es nicht nur den Alterungsprozessen der Haut vor, es stärkt auch den Knochenbau und fördert sogar die Sehkraft. Außerdem baut Retinol das Bindegewebe auf und hemmt Enzyme, die Kollagen abbauen.

In Cremen und Serums glättet Retinol die Haut, macht sie praller und kurbelt auch die Zellerneuerung und den Stoffwechel an. Darüber hinaus kann es gegen Lichtschäden eingesetzt werden und hilft gegen Akne. Bei Überdosierung kann Retinol aber gerade empfindliche Haut auch reizen und sonnenempfindlicher machen, deswegen ist in Kosmetika nur eine geringe Menge erlaubt.

Hier sind ein paar Produkte, die Retinol enthalten:
• Retinol 0.3 von Skin Ceuticals
• Pure Vitamins Retinol Nachtkonzentrat von M.Asam Kosmetik
• Anti-Aging Retinol Creme von Argansan®

PEPTIDE
Peptide, besser gesagt Palmitoyl-Pentapeptide sind körpereigene Eiweißmoleküle, die dem Körper signalisieren, den natürlichen Zellstoffwechsel anzukurbeln. Das sorgt nicht nur für eine verbesserte Zellbildung, sondern auch für eine verstärkte Regeneration und Kollagenbildung der Haut. Peptide sind ebenso wirksam wie Retinol, doch werden sie von Menschen mit sehr empfindlicher Haut oft besser vertragen.

Für eine effektive und langanhaltende Wirkung kommt es aber auf einen ausgewogenen Mix und eine hohe Qualität der Polypeptide an. Am besten wirken sie, wenn sie auf das persönliche Profil abgestimmt werden und deswegen kann man (muss man aber nicht) hier auch zu personalisierten Produkte greifen.

Hier sind ein paar Produkte, die Peptide enthalten:
• Regenerist 3-Zonen Super Stra ende Crème von Olaz
• Skinovage PX – Advanced Bioge Mimical Control Cream von Barbor
• Age-Repair Serum Peptide-8 & E-2 Polysaccharide von Grown Alchemist

Das Glück des Alters

„Die glücklichsten Menschen sind nicht die Teens und Twens, sondern die 65- bis Anfang 70-Jährigen, die jungen Alten!”

Die meisten Menschen wissen zu wenig über oder haben falsche Vorstellungen vom Alter. Sie glauben zum Beispiel, dass ihr Glück und Wohlbefinden abnimmt, wenn sie älter werden. Fragt man sie nach dem „Warum?”, dann begründen sie ihre Meinung mit den altbekannten Unbilden des Alters:

Der nachlassenden Kraft und allgemeinen Gesundheit, dem Tod des Partners oder von Freunden, Einsamkeit oder der Vorstellung, dass ältere Menschen hilfsbedürftig und abhängig von Anderen werden. Außerdem glauben viele auch, dass es bemerkenswert unglückliche Lebensabschnitte im Leben gibt, beispielsweise die Pubertät, die so genannte „Midlife Crisis” oder insbesondere das Alter. Diese weit verbreiteten Meinungen sind schmerzhaft falsch. Warum?

Erstens gibt es nicht den klitzekleinsten Beweis für persönliche Umbrüche in der Mitte des Lebens, der so genannten „Midlife Crisis”, in den 40er Jahren. Die „Krise in der Mitte des Lebens” ist eine Erfindung, ein genialer Buchtitel und das Hirngespinst einer amerikanischen Journalistin, deren Namen ich vergessen habe. Die „Krise in der Mitte des Lebens” findet nicht statt. Es gibt sie nicht. Jeder Mensch kann zwar im Laufe seines Lebens Krisenzeiten durch- machen, aber nicht in einem vorhersagbaren Zeitabschnitt. Manche haben eine Krise in ihrer Pubertät, manche in ihren 20er, 30er, 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er oder 100er Jahren. Manche hatten nie eine Krise, und bei manchen Leuten ist ihr ganzes Leben eine Krise.

Das so genannte „Leere-Nest-Syndrom” (ein Gefühl der Sinnlosigkeit und verlorenen Bedeutung, nachdem die Kinder das Haus für immer verlassen haben) entpuppte sich ebenfalls als selten. Im Rahmen von drei Langzeitstudien wurde festgestellt, dass sich die Mütter erleichterter und wohler fühlten, nachdem ihre Kinder das Haus endgültig verlassen hatten. Für die meisten Paare ist das leere Nest ein glücklicheres Nest – ein Ort, zu dem das Glück nach all den stressigen Jahren der Kinderaufzucht wieder zurückgekehrt ist. „Midlife Krise”, „Wechseljahre des Mannes” und „Leeres-Nest-Syndrom” sind nichts weiter als leere Worthülsen.

Zweitens haben die Altersforscher John Rowe und Robert Kahn im Rahmen eines zehnjährigen Langzeitprojekts herausgefunden, wie man munter in die Jahre kommen kann, ohne zu vergreisen. Mit ihrem Team befragten und untersuchten sie Tausende von Männern und Frauen jenseits der Siebzig, die in ihrer häuslichen Umgebung lebten. Ihre Bilanz fällt verblüffend ermutigend aus:

„Die Begegnungen mit den älteren Leuten lehrten uns, dass die meisten viel unabhängiger, leistungsfähiger und auch gesünder sind als weithin angenommen.” Im Brennpunkt der Altersforschung hätten bisher viel zu sehr jene Menschen gestanden, die auf Pflege in Altersheimen und Krankenhäusern angewiesen waren – insgesamt nur etwa fünf Prozent aller älteren Menschen.

„Schwächlich, kränklich, wackelig, gehandicapt, macht- und geschlechtslos, schlechtgelaunt, passiv, unsicher und einsam”, das weit verbreitete Bild vom älteren Menschen ist geprägt von Jahrhunderte alten, abgedroschenen Vor- stellungen und Vorurteilen, kritisieren Robert Kahn und sein Kollege. Um die eigenen Chancen für ein erfülltes Alter wahrzunehmen, empfehlen sie, sich erst einmal von diesen weit verbreiteten, überkommenen Vorurteilen zu befreien, einschließlich der Vorstellung, dass Altsein mit Unglücklich- sein einhergehe.

Zwar hat jeder Dritte jenseits der Fünfundsiebzig zu hohen Blutdruck, Herzbeschwerden oder Hörschäden und elf Prozent leiden an altersbedingtem Blutzucker, doch diese Gesundheitsbeschwerden fallen im Alltag kaum ins Gewicht, sondern werden routinemäßig, nebenbei und en passant erledigt. Wir altern weit öfter quicklebendig, unternehmungslustig und voller Lebensfreude, als krank und hinfällig. Die meisten älteren Menschen wollen ihr Dasein nutzen und das Mark des Lebens noch einmal auskosten. Fast 90 Prozent der 65- bis 74-Jährigen berichteten über keinerlei Gesundheitsbeschwerden und von den über 85-Jährigen fanden sich noch rund 40 Prozent „voll funktionstüchtig”.

Nur ein abgedroschenes Klischee ist auch der geistige Verfall im Alter. Jeder vergessene Name oder verlegte Schlüssel

beschwöre zwar das Schreckgespenst der Alzheimer-Krank- heit herauf, doch Opfer dieser Krankheit würden „weniger als 10 Prozent aller Menschen zwischen 65 und 100 Jahren.” Obwohl sich unser Kurzzeitgedächtnis, das nur vorüber- gehend Informationen speichert, mit den Jahren verschlechtert, kann unser Erinnerungsvermögen mit Gedächtnistraining – ob gezielt oder spielerisch – aufgebessert werden. Zwar geht das Denken (wie alles) etwas langsamer vor sich, mit etwas mehr Zeit ausgestattet, können aber auch ältere Men- schen beachtliche Leistungen scha en.

Die wichtigste Botschaft von John Rowe ist aber, dass wir die Art und Weise wie wir altern gewaltig beeinflussen können. Weit mehr als bisher angenommen liegt der Erfolg des glück-lichen Alters in unseren eigenen Händen. Der Einfluss der Gene wurde weit überschätzt. Nachdem beide Forscher rund 25.000 Zwillingspaare aus dem über 70 Jahre lang geführten schwedischen Zwillingsregister (SATSA) in ihre Studie einbezogen hatten, entmachteten sie die Theorie von der Herrschaft der Gene. Nur ein Drittel aller Altersprobleme sind genetisch veranlagt.

Am Beispiel der Blutfett-Werte zeigt sich besonders deutlich, dass der Lebensstil ausschlaggebend ist: Im Alter von 70 Jahren war bei den Zwillingspaaren mit hohen Blutfett-Werten die Macht der Gene vollständig verschwunden.

Abhängig war ihr Blutfett-Spiegel vielmehr völlig von ihrem Lebensstil – von ihrer Ernährung und Bewegung. Ihre Studie beweist, dass wir, zu einem großen Teil, für unser eigenes Altwerden verantwortlich sind. Weil die Natur erstaunlich nachsichtig ist, sei es nie zu spät unsere Lebensgewohnheiten zu ändern. Selbst der hartnäckigste Pantoffelheld könne noch im hohen Alter messbar von mehr körperlicher Bewegung profitieren. Für den Verzicht auf das Rauchen und die Mühen regelmäßiger Bewegung gebe es eine hohe Belohnung – mit 90 mit dem Fahrrad statt im Rollstuhl zu fahren.

Sport, aktive Teilnahme am Leben, Freundschaften und geselliges Beisammensein sind, neben gesunder Ernährung, die besten Jungbrunnen. Als Beweis dafür zitieren die Altersforscher den 91-jährigen Edward, der zeitlebens nie Sport getrieben hat, bis er mit 86 in eine Fitnessgruppe eintrat: „Nachdem ich damit angefangen hatte, fühlte ich mich stärker und viel aktiver. Das Gewichtheben verbesserte mein Laufen, und ich schlafe besser und habe mehr Freude am Essen. Das Kraft-Training hat mein Leben verändert.”

„Denke immer daran, dass es nur eine einzige wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.“

Leo N. Tolstoi

Wer jung ist, soll nicht zögern sich des Lebens zu erfreuen, und wer alt ist soll nicht müde werden sich an ihm zu erfreuen. Für keinen ist es zu früh und für keinen zu spät, sich um seine mentale Gesundheit zu kümmern. Während wir älter werden, werden unsere Gefühle immer wichtiger für uns, und wir lernen im Laufe des Lebens immer besser, sie geschickter zu organisieren und erfolgreicher mit ihnen umgehen zu können. Jüngere Menschen und Menschen in den mittleren Jahren betrachten ihre Zukunft noch als weitgehend offen und sind weltlichen Dingen mehr zugewandt, während ältere Menschen ihre Zukunft schon als begrenzter betrachten. Dieser Blickwinkel veranlasst sie, noch einmal aufs Gaspedal des Lebens zu drücken und einen höheren Gang einzulegen, um ihre angenehmen Gefühle zu maximieren und ihre unangenehmen zu minimieren. Zusätzlich wissen sie aufgrund ihrer größeren Lebenserfahrung besser, was ihre angenehmen und unangenehmen Gefühle wirklich hervorruft und picken sich aus dem Leben nur das heraus, was sie wirklich interessiert oder auf gut Deutsch: glücklich macht. Alles zusammen genommen führt zu ihrem größeren Glück und Wohlbefinden im späteren Leben.

Auszugsweise aus dem Buch

“GLÜCKSFORSCHUNG UND GLÜCKSWISSENSCHAFT”
von Dipl.-Kfm. Dipl.-Hdl. Bernd Hornung

www.gluecksforschung.de

Mode für stilsichere bestAGER

Das Spiel mit der Mode und ihren Trends soll Spaß machen. Dennoch kennen wir alle die Tage, an denen wir verzweifelt vor dem Kleiderschrank stehen und einfach nichts zum Anziehen finden, in dem wir uns richtig wohlfühlen. Mit einem gewissen Alter stellen sich viele Menschen darüber hinaus ab und an die Frage: „Kann ich das überhaupt noch anziehen? Oder ist das schon zu jungendlich für mich?“ Oft suchen diese Leute Rat
in Modezeitschriften oder auf Internet-Plattformen und finden dort Trends, die hauptsächlich von 17-jährigen Size-Zero-Models getragen werden oder aber konservative, eher langweilige Basics, die schon unsere Großmütter hätten tragen können.

Fakt ist, dass es heutzutage keine Richtlinien mehr gibt, wie man sich in welchem Alter zu kleiden hat. Zum Glück, meine ich. Denn nie zuvor war die Generation 50+ so junggeblieben, so verschieden, so bunt und so mutig wie heute. Modetrends können Spaß machen, wenn man nicht versucht sich selbst dafür zu verbiegen. Nicht jeder Trend muss eins zu eins so getragen werden, wie er auf Plakaten und Magazinen dargestellt wird. Sind wir mal ehrlich, wer würde denn auch die Kreationen und Stylings direkt von den Haute-Couture-Laufstegen tragen, ohne sie ein wenig alltagstauglicher zu machen? Okay, das Pop-Sternchen Lady Gaga vielleicht, aber keine Frau im wirklichen Leben. Viele Trends lassen sich so abwandeln, dass sie zum eigenen Stil passen.

Was ist aber, wenn man seinen eigenen Stil ein wenig auffrischen möchte? Weg von den altbekannten, bewährten Outfits möchte, bei denen man sich sicher fühlt, aber nicht besonders aufregend findet? Keine Sorge, das Gute ist, es ist nie zu spät sich neu zu erfinden! Was macht also einen guten Stil aus? Nun ja, die bestgekleidetsten Frauen und Männer haben gewisse Aspekte gemeinsam:

– Sie kennen die Trends und wissen, wie man sie auf seine eigene Art interpretiert.
– Sie wissen, was unter keinen Umständen gut an ihnen aussieht.
– Sie kennen die Farben, die ihnen schmeicheln.
– Sie tragen Outfits, die unangestrengt und nicht „zu gewollt“ aussehen.
– Sie wissen neue und alte Accessoires einzusetzen, um dem Out t das gewisse Etwas zu verleihen.

Hier sind ein paar Dinge, die man beachten sollte, wenn es um Mode geht:

PASSFORM & PROPORTION
Erwachsene Menschen brauchen Kleidung, die gut sitzt und proportional stimmig ist. Und seien Sie ehrlich zu sich selbst! Sollten es in den letzten Jahren ein paar Kilos mehr geworden sein oder sich die Figur irgendwie verändert haben, dann kaufen Sie doch bitte ein paar neue Modestücke (ja, auch wenn man ganz sicher bald wieder in die alten Sachen passt … hoffentlich … ), die ihrem jetzigen Körper gerecht werden. Besonders die Herren der Schöpfung neigen dazu, Ihren Firmungsanzug und die guten Sachen aus den 90ern solange zu tragen, bis sie sich nach vielen vergeblichen Versuchen wirklich nicht mehr hineinzwängen können.

FARBENFROH ODER DOCH MAUSGRAU?
Oft greifen Menschen, die unsicher sind zu dunklen Farben, oder aber zu fadem Beige oder eintönigem Grau. Damit fallen sie auf keinen Fall wegen irgendwelcher Mode-Fauxpas auf, aber eben auch nicht wegen ihres guten Kleidungsstils. Diese Grundfarben sind absolut nicht verboten, aber man sollte sie mit Hilfe von Farbakzenten aufpeppen. Beige wird zum Beispiel mit einem knalligen Orange absolut modern und sommertauglich.

ACCESSOIRES IN HÜLLE & FÜLLE
Wenn nichts mehr hilft, eines hilft immer: schöne Accessoires! Ein Muss in jedem Kleiderschrank: tolle Schals oder edle Tücher. Sie werten nicht nur jedes Outfit auf, sie wirken auch noch wie ein Lifting fürs Gesicht.
Schmuck darf natürlich auch nicht fehlen! Hier hat man tausend verschiedene Möglichkeiten: Echt- oder Modeschmuck. Gold, silber, rosé oder bunt. Zart & elegant oder opulent & auffallend. Toben Sie sich aus!
Ein ebenso wichtiger Punkt sind Brillen. Egal ob optische oder Sonnenbrillen, wenn Sie sich für nur ein Modell entscheiden müssen, dann nehmen Sie eines, dass eher schlicht ist und zu jedem erdenklichen Outfit in Ihrem Kleiderschrank passt. Sollten Sie hingegen mehrere (Sonnen-)Brillen Ihr Eigen nennen, können Sie sich auch hier nach Belieben ausleben.

SCHUHE UND ABSÄTZE
Umso älter man wird, umso bequemer müssen die Schuhe sein. Die Zeiten, in denen wir jeden Schritt bereut haben, weil wir uns in sehr schöne, aber absolut mörderische High Heels gezwängt haben, sind vorbei. Nennen Sie uns bequemer oder aber einfach nur schlauer als damals. Mittlerweile gibt es traumhaft schöne Schuhe mit moderaten oder ganz ohne Absätzen. Flache Schuhe und Stiefel können ebenfalls modisch sein und ja, auch Sneakers sind erlaubt, wenn richtig kombiniert. Können Sie nicht auf hohe Absätze verzichten, dann empfehlen sich Schuhe mit Plattform, die die Absatzhöhe relativieren.

LAYERING ODER LAGENLOOK
Vieles, dass man alleine nicht mehr tragen möchte, weil es einfach nicht mehr schmeichelhaft ist, lässt sich wunderbar in einen Lagenlook einbauen. Eine schön gemusterte Bluse, die Sie lieben, aber die doch ein wenig kurz geworden ist? Ziehen Sie ein längeres, einfärbiges Trägertop darunter und kombinieren Sie das Ganze even-
tuell noch mit einer schicken Weste oder einem Blazer darüber, und schon kann das altbewährte Stück zum neuen Einsatz kommen.

107NachfolgerFolgen
14NachfolgerFolgen
1NachfolgerFolgen

NEUE BEITRÄGE