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LEBENSLUST SENIORENMESSE

Vom 20. bis 23. Oktober 2021 verwandelt Wiens einzigartiger Seniorenclub die Halle A der Messe Wien wieder in das Einkaufs- und Unterhaltungsparadies des Jahres für Junggebliebene!


Ausstellende Unternehmen mit klingenden Namen
Namhafte Aussteller zeigen die neuesten Produkte und bewährte Services, die das Leben erleichtern und bereichern. Dabei stehen individuelle Beratung, maßgeschneiderte Messeangebote und der persönliche Austausch besonders im Vordergrund.
Bei den vielfältigen Ausstellungsbereichen ist für jeden Geschmack etwas dabei: Auto & Mobilität + Barrierefreies Bad + Beauty & Wellness + Finanzen & Recht + Freizeit, Theater & Kultur + Genuss & Kulinarik + Gesundheit & Ernährung + Haushalt & Nützliches + Medien & Technik + Mode & Accessoires + Pflege- & Wohnhäuser + Reisen, Urlaub & Kur + Schule, Jobs & Weiterbildung + Verbände, Institutionen & Vereine + (Wald)Friedhöfe & Bestattung + Wohnung & Sicherheit.


Ein Feuerwerk an Infotainment
Mitmachaktionen, Vorträge, Quiz, Gewinnspiele, tägliche Modenschauen und ein fast 100-teiliges Programm auf drei Bühnen rundet die Ausstellung vollends ab.


Stars, Glamour und Promis auf der Showbühne
Moderator Dorian Steidl begrüßt Publikumslieblinge wie Jazz Gitti, Andreas Steppan und Christoph Fälbl, Prof. Hademar Bankhofer, Paula Chmelar, den Money Maker der Nation, Alexander Rüdiger uvm auf der Showbühne. Außerdem spielen Größen wie Die Jungen Zillertaler, Die3, De Zwa, Andy Lee Lang, Siegrid & Marina oder Waterloo auf der Showbühne auf.


Mens sana in corpore sano
Auch für den gesunden Geist in einem gesunden Körper bietet die Lebenslust ein kostenfreies Programm. So beantworten Experten auf der Wissensbühne brennende Fragen zu Aktiv & Sicher durch den Alltag, zu den angesagtesten Medizintechnikprodukte oder Mobilitätshilfen. Erstmals ver- und bezaubert Magic Christian & der Magische Club jeden Mittag die Zuseher auf der Wissensbühne. Auf dem Dance Floor schwingen Tanzclubs, Profis und Amateure von früh bis spät die Tanzbeine. Dabei sind alle Messegäste herzlich eingeladen, zu den Rhythmen von ABBA meets Linedance, Square Dances & Rounds, Cha-Cha-Cha oder dem Tanztee von Eddy Franzen mitzutanzen.


„Alles Lebenslust“
Mittwoch, 20. – Samstag, 23. Oktober 2021, täglich von 9-17 Uhr Messe Wien, Halle A, U2 Station Messe-Prater
Eintritt kostenfrei! 2G, Zutritt für Geimpfte und Genesene

Halle A, Messe Wien www.lebenslust-messe.at

Holt euch eure aktuelle bestAGE Herbstausgabe
auf der LEBENSLUST Seniorenmesse!


Übergangsmode für den Herbst

Die Sommerzeit neigt sich endgültig dem Ende entgegen. Während es tagsüber häufig noch immer schön warm ist, kann es in den frühen Morgen- und späten Abendstunden schon recht frisch sein. Die Übergangszeit erfordert eine geschickte Kombination aus Sommer- und Winterkleidung, die einerseits vor der frischen Herbstluft schützt und andererseits nicht zu warm ist. Auch wenn sich das erstmal nach einer großen Herausforderung anhört – eigentlich ist es gar nicht so schwer, den perfekten Übergangs-Look zusammenzustellen.

Am besten funktioniert das Zwiebelprinzip, was bedeutet, dass mehrere Schichten Kleidung übereinander getragen werden. Dabei werden außerdem auch unterschiedliche Materialien kombiniert, sodass je nach persönlichem Temperaturempfinden, Kleidungsstücke abgelegt oder angezogen werden können.

Für die wärmeren Temperaturen tagsüber eignen sich Hosen aus einem angenehmen und leichten Stoff. Wer will kann die Hose unten ein wenig hochkrempeln oder gleich zu einer knöchellangen Hose greifen. Frauen machen auch mit einem langen Rock oder Kleid nichts verkehrt. Durch die Länge der Kleidungsstücke sind die Beine bedeckt und werden auch am Abend vor Kälte geschützt. Dazu passt zum Beispiel eine leichte Bluse oder ein leichtes Hemd. Auch ein T-Shirt, das mit einer Weste oder einem Strickpullover kombiniert wird eignet sich hervorragend für die Übergangszeit. An kälteren Herbst-Tagen sollte man auch immer an eine gute Übergangsjacke denken. Sie hilft auch gegen die kühle Luft am Morgen oder Abend. Wer dazu noch ein paar hübsche Sneaker oder Boots kombiniert kommt dem perfekten Übergangsoutfit schon sehr nah!

Was aber natürlich auch nicht fehlen darf sind passende Accessoires. Klar ist: Klassiker wie Schmuck, Tasche und Gürtel können unabhängig von der Jahreszeit getragen werden. Speziell in der Zeit zwischen Sommer und Winter werden dafür aber Mützen sowie dünne Schals und Tücher interessant. Sie wärmen einerseits und können andererseits auch einfach in der Tasche verstaut werden, sollte man sie tagsüber bei Sonnenschein nicht mehr benötigen.

Text: fashionpress

360° HAIAQUARIUM IM HAUS DES MEERES

Das neue Becken ist das flächenmäßig größte im Haus des Meeres, knapp 120m² bedeuten eine fast doppelt so große Schwimmfläche wie die im alten Becken. Das Besondere: es ist rundum begehbar (daher der Name 360°) und bietet somit Einblicke aus allen Blickwinkeln – das erste derartige Becken im Haus des Meeres! Dieses Nur-Glas-Aquarium ist neben zahlreichen anderen Fischen die neue Heimat unserer vier Riffhaie aus dem 4./5. Stock. Doppelt so viele Quadratmeter Schwimmfläche garantieren ihnen ausreichend Platz zum Weiterwachsen. Aber das alte Becken hat deswegen nicht ausgedient: es dient als Aufzucht-Aquarium für Hai-Nachzuchten!

Die Tierwelt des neuen Beckens

Das neue 360° Haiaquarium ist eine Nachbildung eines indopazifischen Korallenriffes und Lebensraum für viele Fischarten. Die Stars sind klarerweise die zwei übersiedelten Haiarten (Weissspitzen- und Schwarzspitzenriffhai), aber auch die mit den Haien nah verwandten Rochenarten, wie ein Blaugepunkteter Maskenrochen oder ein Geigenrochen, schwimmen darin. Vier Doktorfischarten sorgen für das ökologische Gleichgewicht des jungen Aquariums, indem sie den stark wachsenden Kieselalgenrasen abgrasen. Viele hundert Riffbarsche und andere Korallenfische nutzen außerdem die zahllosen Höhlungen des künstlichen Riffes als Versteck. Drei Putzerlippfische entfernen Unreinheiten von den Fischkörpern und das sogar von den selten putzbereiten Rochen und Haien. Insgesamt tummeln sich über 1.000 Fische im neuen Aquarium. Es zu umrunden ist wie ein Tauchgang z.B. auf den Malediven.

www.haus-des-meeres.at

FOTO: Lukas Arnold

Slow Travel

Vor ein paar Jahren bin ich gemeinsam mit meiner besten Freundin nach Paris gereist. Ein Traum, den wir uns schon länger erfüllen wollten. Natürlich wollten wir so viel wie möglich sehen. Im Vorfeld haben wir eifrig eine Liste mit all den Sehenswürdigkeiten erstellt, die wir unbedingt sehen wollten. Fünf wunderbare Tage waren wir in der Stadt der Liebe und haben so gut wie alle Must-Sees, die in unseren drei Reiseführern aufgelistetwaren, abgeklappert. Hoch hinaus auf den Eifelturm? Natürlich! Verlaufen im Louvre? Selbstverständlich! Eine Messe in der Basilika Sacré Coeur besuchen? Auch das haben wir erlebt! Hunderte Kilometer, dutzende von Warteschlangen und tausende Fotos später, sind wir nach knapp einer Woche wieder in Schwechat gelandet. Wir haben fast alles gesehen, was wir sehen wollten – aber wir waren auch komplett fertig. Ehrlicherweise hätte ich mich, gerade eben erst am Flughafen gelandet, am liebsten gleich in den nächsten Flieger gesetzt und wäre in den nächsten, hoffentlich etwas erholsameren Urlaub gestartet. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich vielleicht lieber weniger gesehen und die Zeit in Paris noch mehr genossen. Dieses Phänomen ist offenbar kein Einzelfall und wird auch als „Touristen-Burnout“ bezeichnet. Wenn Urlauber möglichst viele Sehenswürdigkeiten oder Aktivitäten in eine gewisse, oft zu kurze, Zeitspanne packen wollen und dabei vergessen, innezuhalten und den Augenblick zu genießen. Vielen ergeht es dann wie meiner Freundin und mir und sie sind nach der vermeintlichen Auszeit noch erschöpfter als vor dem Urlaub. Aus diesem Grund gibt es die immer beliebter werdende Bewegung des Slow-Travels.

„Slow Travel“ bedeutet wortwörtlich „langsames Reisen“. Es ist eine Weiterentwicklung der „Slow Food“-Bewegung, die als Gegenpol zum Fast Food entstanden ist. Hierbei geht es um regionales, nachhaltiges und biologisches Essen. Und Slow Travel ist seinem Vorreiter von der Idee her sehr ähnlich. Bei diesem Trend geht es darum, die Reise bewusst und intensiv wahrzunehmen und den Augenblick voll und ganz auszukosten. Nicht, indem Quantität vor Qualität stellt, sondern sich wirklich die Zeit nimmt, die neue, fremde Umgebung des Urlaubslandes zu erkunden. Es geht darum, Verbindungen zu schaffen, fremde Kulturen und ortsansässige Menschen kennenzulernen und die gesamte Erfahrung so gut es geht auszukosten. Das geht natürlich am besten, wenn man Abstand von herkömmlichen Massentourismus und Pauschalreisen hält und sich stattdessen auf eine individuelle und auf einen persönlich abgestimmte Reise begibt. 

Denn sind wir mal ehrlich: Oft wird man als Tourist vom Gefühl geleitet, man könnte etwas verpassen oder dass man etwas unbedingt gesehen haben muss – auch, wenn es einen selbst vielleicht gar nicht so sehr interessiert. Aber zumindest kann man dann behaupten, dass man diese oder jene Sehenswürdigkeit auch schon mit eigenen Augen gesehen hat. Kommt Ihnen das vielleicht bekannt vor? Der Endeffekt ist, dass man sich brav mit hunderten anderen Touristen vor einer Attraktion anstellt, nur um dann ein Foto als Erinnerung zu machen, das anschließend höchstwahrscheinlich irgendwo in den Unweiten des Computerspeichers für alle Ewigkeit verschwindet. Wäre es da nicht wesentlich netter, man verbringt die Zeit mit etwas, das einem wirklich etwas bringt? Möge das Spaß, Entspannung oder einfach nur eine schöne Zeit sein. Beim Slow Travelling geht es darum, die Reise mit allen Sinnen zu genießen und gleichzeitig die Idee aufzugeben, man könnte eventuell irgendwo irgendetwas versäumen. 

Genaue Vorgaben und Richtlinien gibt es beim Slow Travelling natürlich nicht. Viele Langsam-Reisende nehmen sich ein Vorbild an der heimischen Bevölkerung des Urlaubsziels. Man reist also mit den örtlichen Verkehrsmitteln, isst in den kleinen Restaurants fernab der Touristenlokale und entdeckt Orte, die meist in keinem Reiseführer zu finden sind. Fragen Sie doch einfach mal einen Einheimischen, welche Plätze für ihn die schön-sten in seiner Heimat sind. In den seltensten Fällen wird eine große Tourismus-Attraktion die Antwort sein. 

Auch bei der Unterkunft setzt der Slow Traveler eher auf alternative Unterkünfte anstatt auf große Hotels. Appartements oder andere private Unterbringungen machen das Erlebnis in der fremden Stadt noch persönlicher – unter anderem auch, weil man sich nicht auf das hoteleigene Restaurant verlassen kann, sondern sich selbst versorgen muss. Das wiederum bietet die Möglichkeit, verschiedenste Märkte, Cafés und Restaurants zu erkunden und so auch kulinarisch auf Entdeckungsreise zu gehen. 

Den Begriff „Nachhaltigkeit“ findet man auch immer wieder, wenn man sich mit dem Trend des Slow Travels beschäftigt. Viele Langsam-Reisende verzichten nach Möglichkeit auf das Flugzeug und entscheiden sich für  die längere (und langsamere), aber dafür auch umweltschonendere Anreise mittels Bus oder Bahn. Am Urlaubsziel angekommen, versucht man ebenfalls möglichst viel zu Fuß oder auch per Fahrrad zu erreichen. 

Alles in allem bedeutet Slow Travel zur Ruhe zu kommen, den Urlaub ganz und gar zu genießen, sich einfach treiben zu lassen und eben auch langsam zu reisen, denn so hat man genügend Zeit um auch die kleinen und schönen Dinge der Welt zu entdecken. 

#meinerfolgserlebnis – Zeit für Erfolgserlebnisse

Geschichten wollen erzählt werden: Die Wiener Volkshochschulen feiern die Bildungserfolge ihrer Teilnehmer*innen und holen persönliche Erlebnisse vor den Vorhang.

Die neue Kampagne der Wiener Volkshochschulen gibt den Geschichten ihrer Teilnehmer*innen Raum und fordert dazu auf, zu zeigen, auf welchen VHS-Bildungserfolg sie stolz sind. Dabei sind nicht nur berufliche Erfolge oder Zertifikate gefragt, sondern alle Bildungsbereiche können eingesendet werden. Die Vielfalt der persönlichen Erlebnisse zeigt die Bandbreite der Möglichkeiten in der Erwachsenenbildung. „Der Zukunftsforscher Matthias Horx meinte einmal: „Bildung ist nichts anderes als die Vision, sich selbst zu werden“. Das Programm der VHS bietet jedes Jahr tausende Möglichkeiten dazu, denn unsere Kurse sind so vielfältig wie die Interessen, Vorlieben und Talente der Wiener*innen. Wir unterstützen sie dabei, ihre großen und kleinen Erfolge zu feiern und manchmal auch, über sich hinauszuwachsen. Mit unserer neuen Kampagne wollen wir genau diese Momente vor den Vorhang holen“, meint Herbert Schweiger, Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen. Ein breit angelegtes, interaktives Konzept bietet den Erfolgserlebnissen der Teilnehmer*innen eine Bühne. Sie können auf der Website oder via Social Media geteilt werden und stehen dann zum Publikumsvoting bereit – als Gewinn winken Bildungsgutscheine.

Lust aufs Lernen machen

Welche Geschichten erzählt werden sollen, entscheiden die Teilnehmer*innen selbst. Die Möglichkeiten sind beinahe grenzenlos, entscheidend ist der individuell erlebte Bildungserfolg im Zusammenhang mit einem Angebot der Wiener Volkshochschulen. Vielleicht kann nach einem Sprachkurs die Lieblingsserie auch auf Englisch geschaut werden oder das bei der VHS restaurierte, antike Möbelstück ziert nun das Wohnzimmer? Wer nach einem Gymnastikkurs wieder beweglich genug ist, um mit dem Enkelkind zu spielen, ist ebenso aufgefordert, seinen Beitrag einzusenden wie berufliche Durchstarter*innen, die ihre Entscheidung zum zweiten Bildungsweg nicht bereut haben oder Digitalisierungsneulinge, die nun souverän mit Smartphone und Tablet umgehen können. „Gerade jetzt ist es wichtig, etwas zu finden, das einen begeistert, denn mit Spaß seinen Interessen nachzugehen, wirkt sich positiv auf alle Lebensbereiche aus. Daher wollen wir den Wiener*innen Lust aufs Lernen machen und sie animieren, ihr Faible zu finden und die eigenen Fähigkeiten zu fördern“, so Schweiger weiter.

Geschichten, die an meinerfolgserlebnis@vhs.at eingeschickt werden, nehmen am Voting teil. Auf www.vhs.at/meinerfolgserlebnis und Facebook wird für die tollste Beiträge abgestimmt – der*die Gewinner*in erhält einen VHS-Gutschein im Wert von 200 Euro.

Foto: VHS

Doro 8080 ist VKI-Testsieger bei Seniorenhandys – Doro 8050 auf Platz zwei

Der VKI (Verein für Konsumenteninformation) hat 16 Seniorenhandys unter die Lupe genommen. Unter den Testsiegern befinden sich gleich drei Modelle von Doro – darunter das Doro 8080, das als Gesamtsieger hervorgeht. Sowohl das Doro 8080 als auch das Doro 8050 überzeugen durch ihr besonders gut durchdachtes Bedienkonzept sowie die Sicherheitsfunktionen von Response by Doro. Die positive Beurteilung basiert, neben Laborergebnissen, auch auf dem Testurteil älterer Personen, die alle Geräte ausprobiert und deren Bedienungsfreundlichkeit bewertet haben. Analysiert wurden reine Tastenhandys, Tastenhandys mit eingeschränktem Internetzugang sowie moderne Smartphones, die allesamt mit einer Notruftaste ausgestattet sind.

Neben gut ablesbaren Displays, großer Schrift, leicht bedienbaren Tasten und hoher Lautstärke verfügen alle Modelle über eine Notruftaste. Sämtliche Geräte zeichnen sich zusätzlich über seniorengerechte Funktionen wie große Tasten, spezielle Displays bzw. vereinfachte Menüführung aus. Der Unterschied liegt im Detail. Hier gelingt es dem Doro 8080 alle anderen hinter sich zu lassen: „Die Tester lobten vor allem die durchdachte und übersichtliche Bedienung und die Notfallfunktionen. Statt unzähliger vorinstallierter Apps werden nur die wichtigsten Funktionen über App-Symbole auf den aufgeräumten Bildschirmen angezeigt“, so das Testurteil des VKI. „Aus dem direkten Austausch mit unseren Kunden wissen wir, dass sie – neben dem eleganten Design – vor allem die speziell reduzierte Menüführung unserer Smartphones schätzen. Dabei basieren unsere Geräte auf Android, sodass Kinder und Enkelkinder umso einfacher zur Seite stehen und bei Bedarf unterstützen können“, erklärt Michael Rabenstein, Geschäftsführer von Doro DACH.

Testsieger Doro 8080

Testsieger unter den „Alleskönnern ab 150 Euro“ ist das Doro 8080. Auf den ersten Blick sieht man dem eleganten Modell seine besonderen Eigenschaften nicht an, dank derer es auch bei abnehmendem Seh-, Hör- und Tastvermögen einfach zu bedienen ist. Die spezielle Menüführung des Android-Smartphones ist übersichtlich, bei voller Funktionalität inkl. WhatsApp, Google Maps & Co. Damit wird z.B. videotelefonieren kinderleicht. Wie der VKI hervorhebt sorgt die 16 Megapixel-Kamera gleichzeitig für sehr gute Schnappschüsse. Die patentierte Benutzeroberfläche EVA vereinfacht zusätzlich die Navigation: Ein integrierter Assistent unterstützt die Nutzer beim Einrichten und Personalisieren des Smartphones. Die dezente integrierte Sicherheitstaste auf der Rückseite sorgt zusätzlich für mehr Freiheit im Alltag und Zuversicht bei Familie und Freunden: Im entscheidenden Moment genügt auch mit diesem Modell ein Tastendruck, um das persönliches Sicherheitsnetz zu verständigen. 

Doro 8080 – das elegante Smartphone für agile Senioren | © Doro

Platz zwei für das Doro 8050

Platz zwei geht an den kleinen Bruder des Doro 8080: Das Doro 8050 ist, bei vollem Funktionsumfang eines modernen Smartphones, ebenso einfach zu bedienen. Dafür sorgt auch hier die reduzierte und patentierte Menüführung EVA, die den Zugriff auf die wesentlichen Funktionen massiv vereinfacht. Das Smartphone verfügt außerdem über einen kontrastreichen Bildschirm. Neben dem visuellen Erlebnis sorgt die spezielle HD-Voice zertifizierte Akustik für lauten und klaren Klang: Sie weist einen hohen Empfangspegel auf und ist mit Hörgeräten kompatibel. Die einfach zu bedienende Kamera bereitet zusätzlich Freude am Fotografieren und Versenden von Bildern und Videos. Für einen unbeschwerten Alltag sorgt auch hier die dezent integrierte Sicherheitstaste, dank derer die Senioren sowie deren Verwandte und Freunde ihren Alltag unbeschwert genießen können. Hervorzuheben ist letztlich auch die lange Akkulaufzeit von bis zu 320 Stunden Standby bzw. bis zu 13 Stunden Gesprächszeit. 

Sicher unterwegs mit dem Doro 8050 | © Doro

Doro 6040 zweitbestes Tastenhandy 

Der VKI hebt das gut ablesbare Display des Klapphandy mit UKW-Radio, Dual-SIM sowie GPS hervor und lobt die übersichtliche Tastatur sowie die lange Akkulaufzeit beim Telefonieren. Außen informieren zwei LEDs über den Ladestatus und neue Nachrichten. Darüber hinaus verfügt das Doro 6040 über Schnellwahltasten für Kontakt-Favoriten. Das bedienerfreundliche Tastenhandy mit extra lautem und klarem Klang ist vor allem bei abnehmender Hörschwäche zu empfehlen. Es bietet alles, was man für das alltägliche Telefonieren, Versenden von Textnachrichten und Teilen von Fotos mit Freunden und Verwandten benötigt. Das Klappdesign verhindert außerdem versehentliches Drücken der Tasten. Anrufe können durch einfaches Auf- oder Zuklappen angenommen bzw. beendet werden. Auch hier sorgt die integrierte Sicherheitstaste für mehr Zuversicht im Alltag.

Besonders hilfreich: Response by Doro

Ein besonderer Vorteil der Smartphones und Handys von Doro sind die integrierten Services. Mit der Response by Doro-App stehen die Nutzer per Knopfdruck mit bis zu fünf selbst gewählten Kontakten in Verbindung. Das mobile Sicherheitsservice ermöglicht es den Senioren ihren Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen, während sie ihre Angehörigen in Sicherheit wissen. Die Nutzer haben außerdem die Möglichkeit die GPS-Position ihres Handys freizugeben. Wenn sie dem zustimmen, können die gewählten Kontakte umso schneller Hilfe holen. Wenn die Senioren das möchten, können dessen definierte Kontakte bei wesentlichen Handy-Einstellungen aus der Ferne unterstützen. Damit lassen sich z.B. der Kontrast oder die Lautstärke des Klingeltones anpassen. So können die Angehörigen stets darauf vertrauen, dass es Oma und Opa gut geht.

www.doro.com

Alt gegen Jung? Generationen in der Krise

I will be with you forever. Young daughter is standing afore her mom. They are smiling. Isolated

Junge Menschen, die Respekt vor der Erfahrung haben und gerne den Rat von älteren Generationen suchen und reifere Menschen, die versuchen, die Sicht der Jungen nachzuvollziehen und verstehen, dass sie ebenfalls von jüngeren Generationen immer noch Einiges lernen können – ja so wünscht man sich die Welt. Was man aber stattdessen in den letzten Monaten beobachten konnte, ist genau das Gegenteil. Denn gerade jetzt erleben wir viele neue Brandherde, die die Konflikte zwischen den verschiedenen Generationen möglicherweise noch verstärkt haben.

Besonders in der Diskussion um die Umweltkrise und das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit, merkt man immer wieder und ganz offensichtlich die Spannungen zwischen den Generationen. Während die Jugendlichen sich zu den Fridays For Future-Demonstrationen versammelten und ihren Unmut mittels Plakaten mit Aufschriften wie „Ihr seid schuld!“ und „Ihr habt unsere Zukunft zerstört!“ kund getan haben, schimpften einige ältere Herrschaften über Greta Thunberg und ihre jungen Anhänger. Diese sollten gefälligst erst mal etwas leisten und auf Autos und Smartphones verzichten, bevor sie den Mund aufmachen und Forderungen stellen.

„Okay, Boomer!“ ist auch so ein Ausspruch, den ich in den letzten Monaten vermehrt gehört habe und auch auf den diversen Social Media-Plattformen ist der Hashtag #OkBoomer immer noch beliebt. Er kommt natürlich – wie so vieles – aus Amerika und meint damit die Generation der sogenannten „Babyboomer“, den Menschen, die ungefähr zwischen 1950 und 1964 geboren wurden. Und was die Jugendlichen mit diesem Spruch meinen, ist so viel wie „Das verstehst du eh nicht, dafür bist du zu alt”. Manche Jungen feiern es als die neue, zeitgemäße Antwort zu dem seit Jahrzehnten und über Generationen beliebten „Das verstehst du noch nicht, komm zuerst mal in mein Alter“. Aber egal, wie es gemeint ist, es zeigt eine neue Facette der Jung-gegen-Alt-Konflikte.

Auch die Corona-Pandemie hat an manchen Stellen gezeigt, wie unterschiedlich die verschiedenen Generationen mit der Krise umgehen. Aussagen und Kommentare wie „Das Virus ist ja eh nur für die Alten oder Kranken gefährlich“ haben nicht bei wenigen für unverständliches Kopfschütteln gesorgt. Ab welchem Alter ist man denn zu alt und hat sein Ablaufdatum überschritten? Ab wieviel Jahren ist ein Menschenleben denn nicht mehr schützenswert? Hätte das Corona-Virus nur Kinder bedroht, hätte solche Aussagen wahrscheinlich niemand getätigt. Das macht offensichtlich, dass manche Menschen älteren Generationen einfach nicht dieselbe Achtung schenken.

Was aber auch Hoffnung gemacht hat, das sind die anderen, oft kleinen, Beispiele aus den vergangenen Monaten, die gezeigt haben, wie schön es sein kann, wenn Jung und Alt zusammenhalten. So sind Eltern und Großeltern mit den Kindern auf die Straße gegangen und haben gemeinsam mit ihnen für mehr Umweltschutz demonstriert. Da waren zum Beispiel die „Grannys for Future” mit ihren eigenen Plakaten unterwegs und haben die Fridays For Future Bewegung unterstützt.

Auch in Zeiten von Corona hat man Augenblicke des Zusammenhalts sehen können. So haben zum Beispiel viele junge Menschen ihre Hilfe angeboten und haben während und nach dem Lockdown fürältere oder gefährdete Verwandte, Freunde und Nachbarn Einkäufe und Besorgungen erledigt.

Vielen Familien ist außerdem bewusst geworden, wie wichtig die Unterstützung und Nähe von Oma und Opa eigentlich für sie ist, als sie plötzlich nicht mehr verfügbar waren. Vielleicht lassen uns all die großen Probleme, die uns vor allem dieses Jahr gebracht hat, doch auch ein bisschen näher zusammenrücken? Das wäre auf jeden Fall ein kleiner Lichtblick in dieser schwierigen Zeit.

Denn uns allen sollte doch klar sein, dass wir diese Krise und all die anderen Herausforderungen, die wir in der Zukunft zu bewältigen haben, nur gemeinsam lösen können. Keine einzelne Generation ist an etwas, das gerade in der Welt passiert, alleine schuld, denn wir alle leben auf diesem Planeten. Aber genauso wenig wird auch nur eine einzelne Generation die Erde retten und alle Schwierigkeiten der Menschheit alleine lösen können. Wenn wir irgendetwas bewegen oder verbessern wollen, dann benötigt es die Zusammenarbeit von vielen Menschen aller Generationen.

Denn natürlich können heute 16-Jährige nicht nachvollziehen, wie das Leben vor Internet und Social Media war. Und selbstverständlich versteht jemand jenseits der 60 nicht, wie es ist, jetzt, in dieser digitalisierten Welt, mit all den verfügbaren Informationen, aufzuwachsen und welche neuen Ängste und Sorgen das auslösen kann. Das Schöne ist doch, dass jede Generation ihre eigenen Erfahrungen und Weltanschauungen hat. Somit hat jede von ihnen einen ganz eigenen Blickwinkel und spezielle Fähigkeiten, die sie einbringen kann. Und wenn man objektiv ist, dann erkennt man auch, dass manche Sachen tatsächlich früher besser waren. Aber auch, dass sich viele Dinge glücklicherweise geändert und erst im Laufe der Zeit zum Besseren gewandelt haben. Wir brauchen die Erfahrung der Älteren und die neuen, unvoreingenommenen Ideen der Jüngeren, um in dieser Welt etwas zu bewegen.

FOTO: YakobchukOlena | bigstockphoto.com

Die grüne Küche: Superbeeren-Fenchel-Smoothie

Da wir in einem Land mit deutlich ausgeprägten Jahreszeiten leben, stehen uns im Winter vorwiegend importierte Obst- und Gemüsesorten zur Verfügung. Aus diesem Grund achten wir immer darauf, einen Beerenvorrat aus unserer unmittelbaren Umgebung im Gefrierfach zu haben, sodass wir wenigstens das ganze Jahr über leckere Smoothies machen können. Beeren sind zuckerarm, enthalten viele Antioxidantien (die vor Zellschäden durch freie Radikale schützen) und gehören, keineswegs nur in Smoothies, zu unseren Lieblingszutaten in der Küche. In diesem Smoothie verwenden wir einfach einen Beutel gemischte Beeren (normalerweise sind dies Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und schwarze Johannisbeeren) zusammen mit einer Avocado für eine sämige Konsistenz, Ingwer für den gewissen Pfiff, Orange zum Süßen und Fenchel aufgrund seiner gesunden, reinigenden Eigenschaften. Allerdings schmeckt der Smoothie überhaupt nicht »gesund«, sondern einfach nur herrlich erfrischend! Falls Sie es gern süßer haben, geben Sie einfach noch eine Banane dazu.


• 1 Orange (möglichst Blutorange), geschält
• 1⁄2 kleine Fenchelknolle, geputzt (etwa 50–70 g)
• 1⁄2 reife Avocado, geschält und entkernt
• 150 g tiefgekühlte gemischte Beeren
• 1⁄2–1 TL geriebener frischer Ingwer (oder 1⁄4–1⁄2 TL gemahlener Ingwer)
• 250 ml Mandelmilch (oder eine andere ungesüßte Milch nach Wahl)


1. Die Orange und die Fenchelknolle grob zerkleinern und mit dem Fleisch der Avocado plus den übrigen Zutaten in den Mixer geben.


2. Auf hoher Stufe alles zu einem feinen Smoothie pürieren. Abschmecken und nach Belieben noch etwas mehr Ingwer dazugeben.


3. Den Saft in zwei mittelgroße Gläser oder in ein großes Einmachglas (wie auf dem Bild gezeigt) füllen. Mit Trinkhalmen servieren.

Rezept aus dem Buch:


DIE GRÜNE KÜCHE SMOOTHIES & CO.


Von David Frenkiel & Luise Vindahl, Knesebeck Verlag, ISBN 978-3-86873-957-2


Vollgepackt mit Obst und Gemüse und im Handumdrehen zubereitet, tragen die beliebten Smoothies durch Vitamine, Mineralien und Antioxidantien zu mehr Energie im Alltag bei. Nun verraten die Bestsellerautoren David Frenkiel und Luise Vindahl ihre Lieblingsrezepte für die gesunden Trendgetränke! Einsteiger und Experten finden über 50 aufregende Smoothie-Ideen.

Hier geht’s zum Buch!

FOTO: © David Frenkiel | Knesebeck Verlag

Smart Home – Das Wohnen der Zukunft

Als Smart Home wird ein Zuhause bezeichnet, das sich mittels technischer Systeme einfacher, effizienter und meist auch über das Smartphone steuern lässt. So haben smarte Beleuchtungssysteme und Sprachassistenten schon in vielen Haushalten Einzug gehalten, manch andere kluge, technische Neuheiten sind aber noch nicht ganz so bekannt – eben diese möchten wir Ihnen hier vorstellen!

ZENTRALE STEUERUNG

Zu den grundlegendsten Smart Home Ausstattungen zählen natürlich zentrale Steuerungselemente. Mit den Displays, die meist direkt an der Wand angebracht sind, lassen sich Heizungen und Klimaanlagen in den einzelnen Räumen steuern und sorgen so für eine individuelle Raumtemperatur. Auch die Beleuchtung wird oft durch eine zentrale Steuerung geregelt. Weitere Funktionen wie das Öffnen und Schließen von Jalousien oder die Verwendung der Gegensprechanlage sind ebenfalls beliebte Zusatzgadgets. 

Im Prinzip sind der Vorstellungskraft aber kaum Grenzen gesetzt und so kann man auch die interne Kommunikationsanlage, intelligente Sprachsteuerung wie Alexa oder Google, smarte Lautsprecher oder Haushaltsgeräte in das zentrale Steuerungssystem integrieren. Auf diesem Weg kann man zum Beispiel die Waschmaschine per Knopf-druck vom Schlafzimmer aus starten einschalten. 

SICHERHEIT

Alarmanlagen und Überwachungskameras sind meist das Erste, was einem einfällt, wenn man an Sicherheitssysteme für das eigene Zuhause denkt. Hier gibt es schon die vielfältigsten Systeme, die auch bei Dunkelheit funktionieren, ein eigenes LTE-Modul besitzen (falls der Router ausfällt) und auch auf Körperwärme reagieren. 

Eine weitere Einrichtung zur Sicherheit sind smarte Türschlösser. Diese sind hierzulande noch gar nicht so verbreitet, werden in Zukunft aber bestimmt immer beliebter werden. Die klugen Schlösser lassen sich unter anderem per Fingerabdruck öffnen, was praktisch ist, wenn man zu der schusseligen Art von Menschen gehört, die gerne mal den Schlüssel vergisst. Auch lassen sich manche Modelle per App steuern, das bedeutet, man kann dem Nachbarn die Türe per Smartphone öffnen, wenn er beispielsweise die Blumen gießen soll, während man gemütlich am anderen Ende der Welt am Strand liegt. 

Auch Rauchmelder sind bereits smart. Sie können bei Feueralarm eine Meldung auf Ihr Smartphone schicken und manche Modelle besitzen sogar eine Kamera, die zur Überwachung genutzt werden kann. 

KÜCHE

Auch unsere Küchengeräte werden immer klüger. So gibt es bereits Kaffeevollautomaten, die Ihnen jeden Morgen den Kaffee brühen, bevor Sie überhaupt noch aus dem Bett aufgestanden sind. Auch Kühlschränke lassen sich mittlerweile mit dem Smartphone verbinden. So kann man zum Beispiel ganz unkompliziert Menüpläne und Einkaufslisten erstellen. Steht man mitten im Supermarkt und ist sich nicht sicher, ob man noch genügend Eier zuhause hat, wirft man mittels Kamera einfach einen Echtzeit-Blick in den Kühlschrank. Auch Backöfen und Geschirrspüler lassen sich mittlerweile über das Handy steuern und können so auch von unterwegs ein- oder ausgeschaltet werden. 

SCHLAFZIMMER

Für einen erholsamen Schlaf sollte sich ja eigentlich möglichst wenig Technik im Schlafzimmer befinden. Es gibt aber bereits ein paar sehr innovative Gadgets, die für einen noch besseren Schlaf sorgen sollen. 

Sogenannte „Wake-Up-Lights” imitieren das Licht des Sonnenaufgangs am Morgen und sorgen somit für ein sanfteres Aufwachen als der schrille Weckerton des Handys. Mit der passenden App können Sie auch Ihre Schlafenszeiten, die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit überwachen.

Auch für das leidliche Thema Schnarchen gibt es mittlerweile technische Hilfe. So erkennt das Unterfeder-Bettsystem des niederländischen Herstellers Auping zum Beispiel über das Mikrofon des Smartphones, ob man schnarcht und gibt dem Lärmverursacher entweder einen sanften Stups, damit er sich in eine andere Position begibt oder aber erhöht den Kopfteil der Matratze automatisch, damit der Schnarcher leichter atmen kann und das „Sägen” sein lässt. 

BADEZIMMER

Auch im Badezimmer gehen die technischen Fortschritte voran. Neben smarter Beleuchtung und wasserfesten Lautsprechern, lassen sich mittlerweile auch Wasserhähne und Duschköpfe per Sprachsteuerung bedienen und ganz individuell auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. 

Das wohl futuristischste Badezimmer-Gadget sind smarte Spiegel. Sie haben in die Spiegelfläche integrierte Displays, die als Steuerungszentrale dienen können. Sie können das Spieglein an der Wand aber auch nach dem aktuellen Wetterbericht fragen oder sich über die momentane Verkehrslage informieren lassen. Ja, sogar den Zugriff auf E-mails, Termine und Online-Shops ermöglichen die neuen Spiegel.

Frühkartoffeln: Wenn die „Heurigen“ aus der Wüste kommen

Frühkartoffeln haben in Österreich erst Ende Mai Saison, doch bereits jetzt sind die ersten „Heurigen“ im Regal zu finden. Sie werden aus Ländern wie Ägypten oder Israel importiert, obwohl noch ausreichend heimische Lagerkartoffeln verfügbar sind.

Frühkartoffeln erfreuen sich bei den Österreicherinnen und Österreichern großer Beliebtheit. Was jedoch nur wenige wissen: Die sogenannten „heurigen“ Kartoffeln werden in Österreich erst ab Ende Mai geerntet und alles, was bis dahin unter diesem Namen im Lebensmittelhandel erhältlich ist, wird importiert – vorrangig aus Ägypten und Israel. Dort werden in großem Stil Kartoffeln für den Import nach Europa angebaut, und das großteils mitten in der Wüste. „Dabei sind unsere heimischen Kartoffeln durch ihre Lagerfähigkeit das ganze Jahr über verfügbar“, erklärt Maria Fanninger vom Verein Land schafft Leben.

Wasser für die Wüstenkartoffel 

Höchsttemperaturen von bis zu 60 Grad, die weltweit meisten Sonnenstunden pro Tag und de facto kein Niederschlag: Die Sahara zählt zu den lebensfeindlichsten Orten der Welt. Doch mitten in der Wüste Ägyptens erstrecken sich hunderte Quadratkilometer weite grüne Felder, auf denen unter anderem jene Kartoffeln angebaut werden, die 4000 Kilometer weit nach Österreich transportiert und hier als „Heurige“ verkauft werden. Möglich ist das durch aufwendige künstliche Bewässerung. Und das in einer Region, in dem Wasser ein knappes und hart umkämpftes Gut ist. 

Dabei sind die österreichischen Lagerkartoffeln auch jetzt verfügbar. Sie werden von August bis November geerntet und bis zur nächsten Frühkartoffelernte gelagert, die Ende Mai beginnt. Der Selbstversorgungsgrad der Kartoffel war in Österreich schon immer hoch. Durch die steigende Anbaufläche und die gute Ernte 2020, bei der rund ein Viertel mehr Kartoffeln als im Vorjahr eingebracht wurden, ist dieser noch weiter angestiegen. Aufgrund des Corona-bedingten Ausfalls von Gastronomie und Hotellerie während der letzten Monate wurde außerdem ein Teil der heimischen Kartoffelernte nicht abgenommen. 

Eine Frage der Größe 

Die überschüssigen heimischen Erdäpfel essen, statt Frühkartoffeln aus Ägypten zu importieren – die Lösung für das Kartoffel-Dilemma liegt eigentlich auf der Hand. Doch die typische Gastronomie-Kartoffel ist für die Konsumentinnen und Konsumenten aufgrund ihrer Größe unattraktiv. Sie wollen lieber die feine kleine Frühkartoffel, und das am besten schon Ende Februar. Für Maria Fanninger vom Verein Land schafft Leben eine absurde Situation:

„Durch die Lagerfähigkeit haben wir das ganze Jahr über österreichische Kartoffeln zur Verfügung und müssen nicht zu Importware aus Ländern wie Ägypten und Israel greifen. Jeder Griff ins Regal ist auch ein Produktionsauftrag – denn nachgeschlichtet wird nur das, was vorher auch herausgenommen wurde. Greifen wir also nicht zu importierten Frühkartoffeln, werden diese auch nicht mehr nachbestellt.“

Foto: Frühkartoffeln © Land schafft Leben

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